Trans-Resveratrol relaxiert das Corpus cavernosum ex vivo und erhöht die Testosteron Blutkonzentration und die Spermienqualität

Titel der Originalstudie – Trans-Resveratrol relaxes the corpus cavernosum ex vivo and enhances testosterone levels and sperm quality in vivo

Es wurde der Effekt von Trans-Resveratrol auf die männlichen Reproduktionsorgane untersucht. Isolierte männliche Schwellkörper von Hasen konnten durch Resveratrol Gabe entspannt werden nach vorheriger Konstriktion durch Phenylephrine Gabe. Bei weißen Mäusen führte die Resveratrolgabe (50 mg / kg Körpergewicht) zu einer Zunahme der Testosteron Spiegel im BLut, der Spermienanzahl und der Spermienbeweglichkeit.

Link zur Original Resveratrolstudie:
Resveratrol Wirkung auf männliche Reproduktionsorgane
Titel: Trans-Resveratrol relaxes the corpus cavernosum ex vivo and enhances testosterone levels and sperm quality in vivo.
Autoren: Shin S, Jeon JH, Park D, Jang MJ, Choi JH, Joo BH, Nahm SS, Kim JC, KIM YB
Veröffentlichung: Archives of Pharmacal Research 2008 Jan; 31(1):83-7

Geringe sportliche Aktivität reduziert die Sterblichkeitrate und erhöht die Lebenszeit

Titel der Originalstudie:

Wen CP, et. al. Minimum amount of physical activity for reduced mortality and extended life expectancy: a prospective cohort study. Lancet 2011; 378: 1244–53

Einleitung:
Die positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität sind wohl bekannt. 150 Minuten pro Woche werden allgemein empfohlen. Die jetzige Studie untersuchte die Auswirkungen von 15 Minuten Training pro Tag.

Methodik:
416,175 Teilnehmer (199,265 Männer und 216,910 Frauen) wurden von 1996 und 2008 in Taiwan untersucht. Jeder Teilnehmer wurde im Durchschnitt 8,05 Jahre untersucht. Es wurden 5 Gruppen unterschieden. Probanden ganz ohne Bewegung über geringe bis sehr hohe körperliche Aktivität.
Jeder der 4 aktiven Gruppen wurde mit der inaktiven Gruppe hinsichtlich der Sterberate verglichen und dann der lebensverlängernde Effekt für jeder Gruppe ermittelt.

Ergebnisse:
Verglichen mit der der inaktiven Gruppe hatte die Gruppe mit einer geringen köperlichen Aktivität von 92 Minuten pro Woche (ca. 15 Minuten pro Tag) eine 14 % geringere Mortalität und lebten im Schnitt 3 Jahre länger. Jede weitere 15 Minuten Training mehr pro Tag ergaben jeweils eine weitere Senkung der Mortalität um 4 %. Dieser Effekt war unabhängig von Geschlecht und Alter. Die Personen die völlig ohne Training lebten, hatten eine um 17 % erhöhte Mortalität im Vergleich selbst mit der Gruppen mit moderatem Training (15 Minuten pro Tag).

Interpretation

15 Minuten pro Tag oder 90 Minuten pro Woche eines moderaten körperlichen Trainings sind von Benefit auch für Personen mit kardio-vaskulärem Risiko.

Die Gesamt-Mortalität aufgeteilt nach Krankheiten.

Risiko Minderung an Krankheiten zu sterben durch moderates Training

  • Das Risiko an Krebs zu sterben sank um 10 %
  • Das Risiko an Gefäßerkrankungen zu sterben sank um 10 %
  • Das Risiko an Herzleiden zu sterben sank um 25 %
  • Das Risiko an einem Schalganfall zu sterben sank um 12 %
  • Das Risiko an Diabetes zu sterben sank um 11 %

Körperliches Training verlängert das Leben und verringert das Auftreten schwerer Krankheiten – Originalpublikation

Curcuma bei Depression und chronischem Stress – Neubildung von Gehirnzellen

Titel der Originalstudie: Curcumin reverses impaired hippocampal neurogenesis and increases serotonin receptor 1A mRNA and brain-derived neurotrophic factor expression in chroniclly stressed rats.

Curcuma longa ist ein wichtiger Bestandteil von Xiaoyao-san, welches in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt wurde bei Stress und Depressionen. Der Hauptbestandteil ist Curcuma longa. Curcumin hat viele wichtige therapeutische Eigenschaften. Stress-induzierten Schäden der Nervenzellen der Hippocampus Region können an der Entstehung von Depressionen beteiligt sein.

Das Ziel dieser Studie war es den Einfluss von Curcumin auf die Hippocampusregion zu erfoschen. Eine Curcumin Dosierung von 10-20 mg / kg konnte die durch Stress ausgelöste verminderte Neurogenese in der Hippocampusregion abmildern bis rückgängig machen. Curcumin konnte die Neubildung von Neuronen anregen. Auch die Stress-induzierte Verminderung zweier in der Neurogenese der Hippocampusregion involvierter Proteine, 5-HT(1A9 mRNA und BDNF, wurde signifikant verhindert. Dies könnte der Wirkmechanismus von Curcumin sein, bzgl. der Neubildung von Nervenzellen in der Hippocampusregion und des postivien Einflusses von Curcuma auf Stress-induzierte Schäden. Die Erhöhung der 5-HT(1A) Rezeptoren und von BDNF durch Curcumin, könnte die Hippocampus Nervenzellen vor weiteren Schäden durch chronischen Stress schützen und Schäden wieder rückgängig machen.

Link zur Originalpublikation

Vitamin E und Prostata SELECT Studie

Vitamin E and the risk of prostate cancer: the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT)

Die vorgelegten Daten deuten auf ein erhöhtes Risiko an einem Prostata Tumor zu erkranken bei ausgehendem PSA Wert von bis zu 4,0 ng/ml, bei einer Alpha-Tokopherol Gabe von 400 I.U. pro Tag.

Die Hauptproblematik liegt hier wie auch bei anderen Vitamin E Studien darin, dass eine isoliertes Vitamin E (Alpha-Tocopherol) verwendet wird. Alpha-Tocopherol erniedrigt die Gamma Tocopherol Blutspiegel, welches ein Grund für nachteilige Auswirkungen einer alleinigen Alpha-Tocopherol Gabe sein könnte..

Auch gibt es Untersuchungen die nachweisen, dass Herzkranke geringe Gamma Tocopherol Spiegel aufweisen. Eine zusätzliche mögliche Senkung durch Alpha-Tocopherol ist hier sicher nicht sinnvoll.

Dieser Effetk könnte auch eine Rolle bei den Ergebenissen der SELECT Studie spielen. Auch scheint die Einnahme natürlicher Substanzen in ihrer natürlichen Komplexität sinnvoller als synthetische Einzelpräparate zu sein. Positive Effekte von natürlichen Substanzen sind nicht immer auf isolierte Substanzen übertragbar.

SELECT Studie:

Autoren: Klein EA, Thompson IM Jr, Tangen CM, Crowley JJ, Lucia MS, Goodman PJ, Minasian LM, Ford LG, Parnes HL, Gaziano JM, Karp DD, Lieber MM, Walther PJ, Klotz L, Parsons JK, Chin JL, Darke AK, Lippman SM, Goodman GE, Meyskens FL Jr, Baker LH.

Institut: Department of Urology, Glickman Urological and Kidney Institute, Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio 44195, USA. kleine@ccf.org

Quelle: JAMA. 2011 Oct 12;306(14):1549-56.

Resveratrol führt zur Lebensverlängerung vermittelt durch Autophagy und Sirtuin 1 Aktivierung

Resveratrol und Lebensverlängerung

Autophagie ist ein Prozess der Zellschutz vermittelt, und die Apotptose (Zelltod) vermeidet. Autophagie scheint auch einen Einfluss auf die Langlebigkeit zu haben. Resveartrol verbessert die Fitness in Stressphasen. Wenn der Prozess der Autophagie durch genetische Voraussetzungen oder pharmakologischer Manipulation ausgeschaltet wird, tritt der postive Effekt von Resveratrol nicht mehr auf. Dies lässt darauf schließen, dass die Autophagy ein wesentlicher Mechanismus für die positiven Wirkungen von Resveratrol wie der Anti-Aging Effekt und der Zellschutz, ist. Resveratrol aktiviert die „Histone Deacetyl Sirtuin 1“ und vermittelt dadurch Zellprotektion und Langlebigkeit. Die Protein Hypoacetylierung ist eine wichtige Folge.
Das Gegenteil die Hyperacetylation von Proteinen tritt beispielsweise bei einer hoch fetthatliger Diät auf. Eiweiß Hyperacetylation
Autophagy wurde in der Vergangenheit als selbstzerstörerischer Prozess dargestellt. Autophagy ist aber vielmehr ein Prozess der Zellanpassung (celladaption) als Reaktion auf eine Reihe von Stressfaktoren für die Zelle, wie Hypoglykamie (Unterzucker) , Hypoxie (Sauerstoffmangel), Unterversorgung mit essentiellen Aminosäuren, Abwesenheit von wichtigen Wachstumsfaktoren (growth factors), angegriffene Zellstrukturen und Zellorganellen wie die Mitochondrien und das Endoplasmatische Retikulum (To die or not to die: that is the autophagic question; Senescence, apoptosis or autophagy? When a damaged cell must decide its path–a mini-review.
Defiziente Autophagy ist verbunden mit einer Reihe von Erkrankungen wie Neurodegenerative Erkrankungen (neurodegenerative diseases) Herz Versagen (heart failure), Angeborene Muskelerkrankungen (hereditary myopathies), Fettleber (steatosis/steatohepatitis) und weitere chronisch entzündliche Erkrankungen (chronic inflammatory states).
Autophagy verbessert ihrerseits verbessert das Energieniveau der Zelle (höhere ATP Level), macht die Zelle widerstandsfähiger gegen metabolischen Stress, verhindert Instabilität der Erbanlagen genomic instabliliy) und begrenzt das Anhäufen von potentiell toxischen Proteinen, und auch Eiweißtoxine die Neurodegeneration hervorraufen können Autophagy for the avoidan-ce of neurodegeneration, Potential therapeutic applications of autophagy.
Der Alterungsprozess kann von einem physiologischen Standpunkt aus als kontinuierlicher Rückgang der Zellfunktion teilweise ausgelöst durch die Akkumulation von fehlerhaft „gefalteten“ Proteinen, oxidierten Lipiden und mutierter Mitchondrien und Zell DNA.
Kalorienreduktion wird als wesentlicher Faktor zur Lebensverlängerung angesehen. Kalorienreduktion (aber nicht Fehlernähurng) aktiviert die Autophagy.Es gibt Hinweise dass Stoffe die die Autophagy induzieren zumindest die gesunde Lebenszeit verlängern.

Resveratrol verlängert das leben durch Anregung der Autophagy

Resveratrol induziert die Autophagy, hat Einfluss auf die Mitochondrienfunktion (Resveratrol, a tumor-suppressive compound from grapes, induces apoptosis via a novel mitochondrial pathway controlled by Bcl-2)
Therapeutic potential of resveratrol: the in vivo evidence und vor allem ist Resveratrol ein allosterischer Aktivator von Sirtuin 1. Autophagy bewirkt interssanterweise bei der Tumorzelle nicht die Zellintegration sondern die Apotpose (Zelltod)
Role of non-canonical Beclin 1-independent autophagy in cell death induced by resveratrol in human breast cancer cells. Das Sirtuin 1 Protein welches als erstes bei Hefezelle die Lebenszeit verlängerte, aktiviert auch die Autophagie (A role for the NAD-dependent deacetylase Sirt1 in the regulation of autophagy).
Sirtuin 1 wird als Aktivator der Autophagie benötigt im Falle einer Kalorienrestriktion (Proteine und GLukose).

Resveratrol lebensverlängert auch durch Sirtuin 2.1 Aktivation

Resveratrol stimulierte die Autophagy, dieser Effekt ging verloren wenn man diesen Weg über die SIR 2.1 ausschaltete. Resveratrol aktiviert scheinbar Sirtuin 1 und SIR-2.1. SIR-2.1 sind als Zielsubstanz bei Nichtsäugetieren wichtig.

Autophagy mediates pharmacological lifespan extension by spermidine and resveratrol
Journal on Aging – Resveratrol Lifespan

Eugenia Morselli, Lorenzo Galluzzi, Oliver Kepp, Alfredo Criollo, Maria Chiara Maiuri, Nektarios Tavernarakis, Frank Madeo, and Guido Kroemer